In einem anderen Forum wurde dieses Video gepostet...
http://www.youtube.com/watch?v=JHUzfw24oCk
sehr interessant,aber ich habe dazu folgendes geschrieben... :
Ich glaube dennoch nicht so recht an die Zukunft der e-Autos.Jedenfalls wird es wohl nicht für jedermann möglich sein.Habe ich schonmal erwähnt,dass es von der Infrarstruktur schlecht funktioniert (bis jetzt).Bei einer Firma, bei der ich zur Zeit tätig bin,stehen 8 Ladesäulen bei ca 400Mitarbeitern.Würden diese 8 Ladesäulen wirklich genutzt werden,müssten in der Firma selbst Maschinen abgestellt werden,da die Trafostation bereits am Ende ist.Was ist mit großen Mehrfamilienhäusern?Wo sollen die ganzen Ladestationen hin?Wer ist dafür verantwortlich (der Vermieter?)?Was ist mit alten Häusern?Packt das der Hausanschluss,wenn tagsüber das Auto lädt?Was ist in den Dörfern,in denen nur kleine Kompakt Trafostationen stehen,packen die das,wenn jede menge Autos laden?Wo kommt dann unser Strom her?Wir haben ja so schon nicht genug?Solar ist auch so eine Sache.Nur ca 13% der Sonnenenergie können wir effektiv nutzen...top Sache bei den verbauten Materialien,die nicht gerade billig sind.
Kumpel hatte im Winter auch mal nen e-Auto.Reichweite hatte er noch für 80km zu fahrtbeginn.Er hat aber nur knappe 10 geschafft und das auch nur,weil er alle elektrischen Verbraucher ausgeschaltet hat.Vor allem im Winter sehe ich da noch ein Problem.Ich erlebe es ja ständig bei den ganzen Akkumaschinen (Schlagbohrmaschine,Akkuschrauber...) im Winter legt man die besser erst ins warme bevor man damit arbeitet.
Die nächste frage wäre,wie schwer sind diese Akkus?Passen überhaupt genug in einen Lkw,wie weit kommt ein ausgeladener Lkw mit einer Akkufüllung?Muss man evtl zwischenladen,wie sieht es dann mit Lenk und Ruhezeiten aus?Wie schwer ist die Zugmaschine leer und was heißt das für die Zuladung?
Wie sieht es mit der Herstellung der Akkus aus?Den Rohstoff scheint es ja in Massen zu geben,aber kann man überhaupt soviel herstellen?
Ich denke,dass z.b. e85,Autogas und Erdgas auch gute Chancen haben.Zudem muss das Erdöl erstmal ausgehen.Da gibt es ja auch Leute die sagen,es ginge nicht aus.Da gibt es z.B. Behauptungen,dass das Erdöl nicht fossil sei,da es Bakterien gäbe,die es zersetzen können,dass das Öl "nachsickere", das Öl aus tiefen gefördert wird,in denen damals kein leben war...genauso gut gibt es natürlich auch die Gegenargumente,aber ich besitze nicht das Wissen zu sagen "die Partei" hat recht.
Was mich ein wenig stört in dem Vortrag sind in meinen Augen schlechte Vergleiche.Ich finde auch,dass er den Tesla zu sehr lobt.Klar, es ist bestimmt ein tolles Auto,zudem hat auch der ADAC bewiesen,dass Reichweiten von über 300km durchaus möglich sind,während die konkurrenz mit ihren angebotenen Kleinwagen nur realsitische 100-150km schafft,was aber auch logisch ist,wenn der Tesla ein wesentlich größere Batterie mit mehr Kapazität verbaut hat.Auch der Tesla Roadster S wurde mit seinen Fahrleistungen hervorgehoben.Man muss aber sagen,dass die 3,7sec,die er angebracht hat nur mit 100% vollen und relativ neuem Akku zu schaffen sind und es nicht 0-100km/h sondern 0-60mph sind.Klar das ist nicht viel unterschied,aber es ist dennoch ein Unterschied.Zudem kommt ab 160km/h kaum noch was an Leistung.Die Firma,die mal einen besessen hat,hatte auch oft Probleme mit zu heißen Akkus (die Leistung wird ja dann eh zurückgenommen).Der Tesla,den die Firma hatte,ist durch einen Unfall mittlerweile Totalschaden,was am Tag des geschehens für die Feuerwehr auch nicht ganz einfach war.Der Batterietrennschalter war völlig deformiert,ein Abschalten war nicht möglich,überall lagen offene Leitungen und man konnte deutlich über ein Zeitraum von über 24Std. ein knistern hören...
Dann hat er die Neuzulassungenin Kalifornien angesprochen,was ich auch ein wenig schlecht fand.Klar so gesehen sprechen die Zahlen für das E-Auto,aber (ich habe leider keine Zahlen finden können,bin aber der Meinung,dass es so sein wird),was wäre wenn ich mir die Neuzulassungen aus Rüsselsheim zeigen lasse,wäre dann Opel auf einem guten weg,da dort die Zulassungszahlen vermutlich für Opel sprechen?Was mich an diesem Vergleich noch viel mehr gestört hat,der Tesla Model S wurde mit S-Klasse,7er,A8,Lexus LS und Panamera verglichen.Preislich ist der Tesla zwar auf diesem Niveau,gehört aber in die obere Mittelklasse,zu E-Klasse,5er,A6,Lexus GS.Da wären die Verkaufzahlen interessant gewesen (ein BMW 550D ist übrigens ca 20k € günstiger als der Tesla).
Natürlich bin ich nicht gegen E-Autos,die größeren Reichweiten sind durchaus zu schaffen,wenn die Verkaufszahlen für die E-Autos steigen wird sicherlich auch die Lademöglichkeit besser sein (blieben noch meine offenen Fragen aus dem vorherigen Beitrag zu klären).Allerdings sind die E-Autos zur Zeit einfach viel zu teuer.
Man muss sich mal überlegen ein kleiner VW Up kostet knappe 10k € der E-Up kostet fast 27k €. Wenn man beim normalen Up mit einem Verbrauch von 5,5l rechnet (angegeben mit 4,1) bei 1,60 der Liter E10,kosten 100km ca 8,80Euro.Wenn man sich den E-Up anschaut,hat er einen Verbrauch auf 100 von 11,7kw/h.Rechnet man dann mit einem Strompreis von ca. (zur Zeit noch..) 28cent sind das knappe 3,50Euro auf 100km.Klingt nicht schlecht,wenn man aber jetzt sieht,dass der E-Up 17000Euro mehr kostet,muss man dann rechnen wieviel ich fahren muss um diesen Mehrpreis mit meiner Ersparnis auf 100km von ca 5Euro wieder raus habe. Und da komme ich auf 340.000km mit einem Kleinstwagen und wenn man dann in anderen Bereichen liest,dass die Fahrzeuge für bestimmte km-Leistungen gebaut werden,meinetwegen kleinwagen 100.000km,frage ich mich,macht hier der E-Up sinn
Was meint ihr?
MfG
André